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„Es war einmal ein Puppentheater...“

Das Puppentheater Helmholtzstraße kann mittlerweile eine jahrzehntelange, erlebnisreiche Geschichte erzählen.

Bereits im Jahr 1978 öffnete sich in den Souterrainräumen des Hauses das erste Mal der Vorhang, um die Kinder in fremde Welten zu entführen.

Ende 1992 schließlich übernahm, Manuela von Zacharewicz, die Leitung des Puppentheaters und verlieh dem Theater zusammen mit Ki Hohner und vielen fleißigen Helfern ein gänzlich neues Gesicht. Die Räumlichkeiten wurden mit viel Mühe renoviert und gestaltet und verleihen dem Theater bis heute eine verzauberte und märchenhafte Atmosphäre.

Die ersten drei Jahre nach der Neueröffnung waren extrem arbeitsintensiv. Um alle zwei Monate ein neues Programm anbieten zu können, musste non-stop gespielt und gleichzeitig an den Neuinszenierungen gearbeitet werden.

So sind seit jenem Jahr im Puppentheater Helmholtzstraße nahezu fünfzig Stücke entstanden, in welchen insgesamt über vierhundert Puppen ihr Zuhause haben.

Alles in Handarbeit

Im Puppentheater Helmholtzstraße entstehen die Dinge in Eigenarbeit. Vom Stücke schreiben, über das Bühnenbild, die Requisiten und die Plakate, bis hin zu den Puppen, gestalten wir, alles mit viel Liebe, Herzblut und Kreativität selbst. Die liebevolle Gestaltung spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Inszenierung. Jede Puppe wird so gestaltet, dass sie eine bestimmte Persönlichkeit ausstrahlt, die den Charakter der Puppe beim Spielen unterstreichen soll.

Puppentheater als „Sprungbrett in die Welt des Theaters“

Besonders wichtig beim Puppenspiel in der Helmholtzstraße ist die Interaktion mit den Kindern. Alle Stücke werden live gesprochen, da nur so der Dialog mit den Kindern gewährleistet ist, der jedem Stück eine eigene Note verleiht. So gleicht kein Stück dem anderen, sondern wird durch die unterschiedlichen Reaktionen der Kinder jedes Mal neu geprägt. Hier werden die Kinder selbst Akteure, wenn sie den Räuber überlisten, dem Osterhasen beim Ostergeschäft helfen oder zusammen mit Kasper verschollene Weihnachtsgeschenke wiederfinden. Phantasie wird großgeschrieben und Träumen ist erlaubt.

Noch dazu liegt uns am Herzen, dass die Kinder behutsam und spielerisch an das Theater herangeführt werden. Die phantasievollen Stücke bieten den Kindern eine lebendige Abwechslung zum oft fernseh- und computerbestimmten Alltag. Die Kinder müssen nicht stumm vor dem Bildschirm ausharren, sondern werden Mitgestalter und wichtiger Bestandteil des Stückes. Außerdem lernen die Kinder bei ihrem Besuch bereits in jungen Jahren die Verhaltensregeln im Theater kennen und gewöhnen sich an die Rahmenbedingungen einer Theatervorstellung, wie z. B.: Einlass oder Garderobe. Nicht zuletzt setzen wir uns im Theater mit unserer Arbeit das Ziel, den Kindern bereits in jungen Jahren ein Kulturverständnis zu vermitteln.